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UNESCO Welterbe

Lage: Bezirk Neukölln
Ortsteil: Britz, U-Bahnhof Blaschkoallee und Parchimer Allee
Straßen: Buschkrugallee, Dörchläuchtingstr., Fritz-Reuter-Allee, Gielower Str., Grüner Weg, Hüsung, Jochen-Nüßler-Str., Liningstraße, Lowise-Reuter-Ring, Miningstr., Onkel-Bräsig-Str., Parchimer Allee, Paster-Behrens-Str., Stavenhagener Str., Talberger Str.
Gesamtfläche: 37,1 ha
Anzahl Wohnungen: 1.960, davon 675 Reihenhauseinheiten
Wohnungsgrößen: 1 ½ bis 4 ½ Zimmer
Erbaut: 1925 bis 1930
Städteb. Entwurf: Bruno Taut (mit Martin Wagner)
Architekten: Bruno Taut, Martin Wagner
Freiraumplaner: Leberecht Migge, Ottokar Wagler
Bauherr: GEHAG Gemeinnützige Heimstätten-, Spar- und Bau- AG
Sanierung: seit 1984 denkmalgerechte Sanierung
Eigentümer: Deutsche Wohnen AG, Einfamilienhäuser teils im Privatbesitz

Auf den Flächen des ehemaligen Rittergutes Britz entstand ab 1925 eine Großsiedlung für 5.000 Menschen. Taut integrierte Architektur und Topographie nicht nur mit dem namensgebenden Hufeisen um einen eiszeitlichen Pfuhl. Er machte Asymmetrien und die versetzte Anordnung der Häuserzeilen zum städtebaulichen Prinzip. Dreigeschossige Zeilenbauten mit Etagenwohnungen umrahmen dabei niedrigere, zweigeschossige Einzelhausreihen. Entlang der Fritz-Reuter-Allee grenzt die „Rote Front“ die Siedlung bewusst gegen die benachbarte Eierteich-Siedlung mit ihrer traditionalistischen Formensprache ab. Nach Protesten konservativer Abgeordneter hatte der Magistrat dieses Gelände aus dem Planungsbereich Tauts herausgelöst und der DeGeWo zugesprochen. Deshalb liegen die späteren Bauabschnitte der Hufeisensiedlung mit ihren reinen Zeilenbauten an der Buschkrugallee und Parchimer Allee - abseits vom Rest der Siedlung.

Im 6. und letzten Bauabschnitt entstanden 1929/30 vierzehn deutlich enger gestellte Zeilen, die auch in der Formensprache reduziert sind. Das erlaubte eine rationellere Bauweise eine Reaktion auf die Kürzung der Förderung aus dem Hauszinssteueraufkommen.