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UNESCO Welterbe

Großsiedlung Siemensstadt - Ringsiedlung

Lage: Bezirke Charlottenburg-Wilmersdorf und Spandau
Ortsteil: Siemensstadt, U-Bahnhof Siemensdamm
Straßen: Geißlerpfad, Goebelstraße, Heckerdamm, Jungfernheideweg, Mäckeritzstraße
Gesamtfläche: 19,3 ha
Anzahl Wohnungen: 1.370
Wohnungsgrößen: 1 bis 3 ½ Zimmer (davon 90 % bis 2 ½ Zimmer)
Erbaut: 1929 bis 1934
Gesamtleitung: Martin Wagner
Städtebaulicher Entwurf: Hans Scharoun
Architekten: Hans Scharoun, Walter Gropius, Otto Bartning, Fred Forbat,
Hugo Häring, Paul R. Henning
Haustechniker: Max Mengeringshausen
Freiraumplaner: Leberecht Migge
Bauherr: Gemeinnützige Heimstättengesellschaft Primus mbH der Stadt Berlin
Sanierung: denkmalpflegerisches Erneuerungsprogramm seit 1982
Eigentümer: Deutsche Wohnen

Stärker noch als die zeitgleich entstandene Weiße Stadt nimmt die Großsiedlung Siemensstadt das moderne Modell der aufgelockerten, durchgrünten Stadt vorweg und weist den Weg zum Wohnungsbau der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg.

Den Beinamen „Ringsiedlung“ erhielt das Projekt, weil außer Henning und Forbat alle beteiligten Planer (einschließlich des Stadtbaurats Wagner) Mitglieder der Architektengemeinschaft „Der Ring“ waren.

Scharoun richtete die Zeilenbauten streng in Nord-Süd-Richtung aus. Der alte Baumbestand blieb erhalten und betonte von Beginn an den landschaftlichen Charakter der Anlage. Architektonisch ergibt sich trotz der strengen städtebaulichen Figur ein vielgestaltiges Siedlungsbild. Es zeigt die ganze Spannbreite des Neuen Bauens und reicht vom kühlen Funktionalismus eines Walter Gropius über den stark differenzierenden Entwurfsstil Scharouns bis zum organischen Formenreichtum Hugo Härings.